Stratego

Landschaft mit Stratego-Spielern (frühes 21. Jahrhundert)

»Stratego« ist ein Geländespiel, das sich in den letzten Jahren zu einem unserer Spielklassiker in der Sommersaison entwickelt hat.

Wir spielen es auf Freizeiten, bei Ferienpass-Aktionen und manchmal auch nur so zwischendurch. Wann das nächste Spiel ist und ob man einfach so dran Teilnehmen kann, erfährt man vermutlich am einfachsten durch eine Suche nach dem Stichwort »Stratego«.

Die Grundregeln sind recht simpel. Man nehme…

  • ein bespielbares Gelände, dass gut abgrenzbar ist. Idealerweise einen Mischwald mit etwas Unterholz, aber auch Wild- oder Trampelfaden. Ausdehnung: nicht wesentlich über „brüllreichweite“.
  • zwei Mannschaften mit mind. 10 Spielern. Mindestalter 10 Jahre.
  • für einen Spieldruchgang 30-60 Minuten.
  • Einen Satz Stratego-Karten. Diese geben Auskunft über Mannschaftszugehörigkeit und Stärke des Spielers.
  • Signalgeber (laute Pfeife, Nebelhorn oder ähnliches).
  • möglichst trockenes Wetter.
  • Erste Hilfe-Koffer für kleine Blessuren.

Typische Spielszene...

Die beiden Mannschaften suchen sich vor Spielbeginn ein Lager im Spielgelände. Beim Startsignal ziehen die Spieler alleine oder in kleinen Teams los, um die Mitspieler der anderen Mannschaft zu finden und gefangen zu nehmen und nebenbei deren wichtigsten Spieler zu fangen: die »Fahne«.

Trotz des leicht historisch-militärischen Vokabulars ist Stratego ein gewaltfreies Spiel. Die größte Verletzungsgefahr besteht darin, nicht aufzupassen wohin man läuft und dabei Wurzeln, Äste, Bäume oder Mitspieler zu übersehen.

Die erste Herausforderung ist die Gefangennahme von gegnerischen Spielern: sie erfolgt durch einfaches, gewaltfreies Abschlagen. Vorher muß man aber natürlich an die Leute rankommen. Taktiken: Anschleichen. Auf die Lauer legen. Laufen. Schneller Laufen. – Eine andere Taktik: locker bleiben. Nicht weglaufen. Sich einfach furchtlos dem Gegner stellen. Hoffen, dass der eigene Spielrang der höhere ist, denn…

Die zweite Hürde ist, den höheren Spielrang zu haben: auf vorher verteilten »Rollenkarten« ist die eigene Spielstärke festgelegt. Da man anfangs nicht weiß, welchen Rang welcher Spieler der anderen Mannschaft hat, bleibt bei jeder Gefangennahme das Risiko, eventuell vom Fänger zum Gefangenen zu werden.

Pause in der »DMZ«

Gefangene werden ins Lager des eigenen Teams gebracht, wo sie durch »Spione« wieder befreit werden können.

Das Spiel ist zuende, wenn die »Fahne« einer Mannschaft gefangen wurde, alle Spione einer Mannschaft gefangen sind oder die Spielzeit rum ist (in diesem Fall gewinnt die Mannschaft mit den zu dem Zeitpunkt meisten Gefangenen).

Meistens Planen wir Stratego-Nachmittage so, dass die Zeit mindestens für zwei, manchmal auch für drei Runden reicht. Meistens werden alle Runden in den selben Mannschaften gespielt.

Zwischen den Spielen ist i.d.R. eine Pause eingeplant. Als Spieler kann man seine Kräfte sehr individuell einteilen und sich auch während des Spiels Pausen gönnen, z.B. indem man den gegnerischen Teamern aus dem Weg geht – oder sich fangen läßt und eine Weile den Aufenthalt im Lager der Gegenseite geniessen kann. Wenn man das Spiel gewinnen will, sollte man letztere Taktik vermeiden.

Besser nicht fangen lassen.

Stratego spielt sich gut in Alltagskleidung. Dabei bitte beachten:

  • Die Mitspieler sollten sich brauchbare Schuhe anziehen (d.h. auf keinen Fall Sandalen, Flipflops o.ä.). Normale  Sportschuhe sind ok. Chucks u.ä. gehen auch, allerdings haben sich Schuhsohlen bewährt, die nicht jeden Stein gleich spürbar machen.
  • »Geländegängige« Klamotten, die robust sind und wo ein Riss oder Fleck kein Drama ist. Also ggf. Sachen, die sowieso bald »abgängig« sind.
  • Wenn Regenschauer drohen, kann man eine Regenjacke oder einen Regenschirm mitbringen, um die dann meist fällige Spielpause trocken zu überstehen.
  • Normalerweise haben wir einen PKW vor Ort, in dem während des Spieles Handys, Portemonnaies, Ketten, Uhren etc. abgelegt werden können. Wir übernehmen dafür allerdings keine Haftung.
  • Häufig haben wir Wasser gegen den Durst dabei. Feste Nahrung und das Lieblingsgetränk sollte man bei Bedarf mitbringen.

Spieltipps und weitere Hinweise:

  • »Stratego« kann man auch völlig ohne Strategie spielen. Es schadet aber nicht, wenn man möglichst vor einem Spiel überlegt, wie man schwächere Spielränge schützt, in welchen Kombinationen man sich clever durchs Gelände bewegt und ob sich kleinere Teams mit speziellen Aufträgen ins Getümmel stürzen.
  • Die Spielregeln hören sich komplizierter an, als sie in Wirklichkeit sind. Im Spiel erschließt sich das Meiste von selbst und es ist eigentlich immer jemand in der Nähe, den man Fragen kann.
  • Es geht um den Spaß am gemeinsamen Spielen. Nicht unbedingt ums Gewinnen.
  • Man kann die Mannschaften farblich kennzeichnen. Muß man aber nicht. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Bewährt hat sich Fingerfarbe oder Kinderschminke im Gesicht. Von Mannschaftsbändern ist eher abzuraten, das kann sich auch mal im Gebüsch verheddern.
  • Damit Freude aufkommt, ist eine Spielgruppe von 2 x 15 Leuten eine gute Mindestgröße. Die Grenze nach oben haben wir noch nicht gefunden (Erfahrung mit Gruppen bis ca. 70 Mitspielern).
  • Wir haben immer mind. 1 MitarbeiterIn mit Stratego-Erfahrung in jedem Team und i.d.R. auch MitarbeiterInnen, die nicht aktiv Mitspielen, sondern Funktionen als Schiedsrichter oder »Sani« wahrnehmen.

Falls andere Gruppen Interesse daran haben, mal so etwas wie eine lokale oder regionale »Stratego-Liga« zu starten (oder vll. erstmal Gruppenübergreifend gegen- bzw. miteinander zu spielen): melden! ^^